Fundus-Investment, ein Enteignungsfall

Missbrauch von Privateigentum: Fundus verbietet Nutzung von Erholungsgebiet
Foto: Andreas Herrmann

Bei Wismar, exakt neben der Stadt Rerik gibt es die 1.000 Hektar grosse, 12 km lange Halbinsel Wustrow. Mit der Wende fiel dieses Gebiet unter die Verwaltung des Bundesfinanzministeriums. Das Eingangstor blieb dicht, auch nachdem 1998 die im nordrhein-westfälischen Düren ansässige Fundus-Gruppe das Areal gekauft hatte. Seit September 2004 dürfen nicht einmal mehr Wandergruppen mit Genehmigung die Halbinsel besichtigen. Fundus kündigte den Vertrag mit dem Reriker Heimatverein, “ohne Angabe von Gründen”, wie Vereinsvorsitzende Feiler bedauert.
“Die Insel gehört uns und da können wir machen, was wir wollen”, sagt ein Sprecher von Fundus kurz und bündig in der Zentrale. Seit September 2004 ist der Zugang verboten, gesichert durch einen Wachdienst der Fundus-Gruppe. Das ist die Gewalt des Kapitals. Die Fundus-Gruppe ist bekannt für ihre Aneignungen. Erst kürzlich sahen wir tagesweise eine Prachtexemplar dieser Gruppe: Heiligendamm mit dem G8-Gipfel, von Fundus vermietet an das Kempinski-Hotel. Diese Leute haben in der Politik ihre Freunde namens Merkel und Co.
Nach Ochsen am Spiess in Trinwillershagen und schlemmen in Heiligendamm, wird Frau Merkel ihre nächste Fete auf die Halbinsel Wustrow bringen?
Der Zaun ist ja schon mal da, massenhafter Aufmarsch von Polizei und Bundeswehr, sowie tieffliegende Tornados, die Wildschweine fotographieren, fehlen noch.

Fundus hat sich die Halbinsel mit 1.000 Hektar für läppige 6 Mill. Euro angeeignet, wollte ein Eldorado für Superreiche errichten und die Bevölkerung nicht in den Genuss der Insel und seiner wunderschönen Natur kommen lassen. Eine Rückabwicklung ist in öffentlichem Interesse.
Für den 3-tägigen Firlefanz “G8-Fete in Heiligendamm” wurden von den Kommunen und vom Bund über 100 Millionen ausgegeben. Am 21. Juni 2007 stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages der Anschaffung von 4 Fregatten zu. Diese kosten 2 Mrd. Euro und sind nicht in der Ostsee und der Nordsee einsetzbar.
Bundespolizei blockiert

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