über Peter Heyckendorf

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Tel: 07042-14561
22587 Hamburg-Sülldorf:
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Handy:
Tel: 0170-4870840
E-Mail: peter@heyckendorf.de

Vita:

  • Gebürtiger Hamburger (Jahrgang 1947)
  • Seit 1981 ansässig in Vaihingen/Enz
  • hat einen Zweitwohnsitz in Hamburg-Sülldorf seit Mitte 2009, bleibt Hamburger, es zieht wieder zurück in die Heimatstadt, will wieder Hamburger sein und bleiben
  • Gelernter Beruf: Feinmechaniker
  • Ausgeübter Beruf seit 1971: Systemanalytiker
  • Seit 1980: Beratung in der SAP-Softwarenutzung und Entwicklung von Erweiterungen und Modifikationen. Leitender Angestellter in einem SAP-Tochterunternehmen
  • Seit 2001 selbständig mit einer 1-Mann-GmbH in der SAP-Technologie
  • Mit diesem Jahr (2009) gibt es die Erwägung, meine 1-Mann-GmbH schließen. Grund: Fehlende Aufträge und mehr Orientierung auf das politische Spektrum LINKS, stärkere Einbringung.
  • Kriegsdienstverweigerer.
  • 1968 aus Protest gegen den Vietnamkrieg und aus Protest gegen das Eindringen und Wirken ehemaliger Nazigrößen im Staatsapparat in der außerparlamentarischen Opposition (APO) engagiert.
  • Wohnhaft in der Kommune Hochallee 21, dem sozialistischen Arbeiter- und Lehrlingszentrum SALZ.
  • In den Jahren 1968-1971 zunächst Vertrauensmann der IG-Metall.
  • Später Betriebsratsvorsitzender in einer Seehafenspedition Richard Ihle und Mitglied der ÖTV.
  • Von 1971-1980 Mitglied der DKP, Leitungsfunktionen in den Kreisen HH-Eimsbüttel, HH-Altona und HH-Harburg.
  • Von 1980 bis 2005 beruflich arrangiert und gefordert, parteilos in dieser Zeit.
  • Die Kriege gegen Jugoslawien und Irak motivierten mich zum Beitritt zur WASG im Juni 2005.
  • Kandidat der WASG für die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 13 Vaihingen/Enz.
  • Meine Sicht auf Gesellschaft, Staat und Wirtschaft:

    Mir liegt eine Sache ganz besonders am Herzen: Es dürfen nie wieder Menschen mit dem Nazi-Gedankengut Einfluss und Positionen in unserer Gesellschaft bekommen.

    Als Enkel einer Familie, die sich in der KPD-Widerstandsgruppe (Bästlein-Jacob-Abshagen) am Kampf gegen den Hitlerfaschismus beteiligte, möchte ich mich dazu verpflichten, dafür Sorge zu tragen, dass von Deutschland aus nie wieder Kriege entfesselt oder mitgetragen werden, nie wieder Rassen- und Völkerhass gepredigt und betrieben wird.
    Kein Volk der Welt hat das Recht, sich über andere zu stellen.
    Wenngleich man einschätzen mag, dass heute neofaschistische Organisationen keinen Rückhalt in der Bevölkerung haben, so darf das nicht zur Gleichgültigkeit, Duldung und Akzeptanz der unter uns lebenden und agierenden antidemokratischen Kräfte führen. Faschismus ist keine Weltanschauung, sondern ein Verbrechen.
    Es ist eine Schande, dass heute die Hitlerzeit immer noch mit Nationalsozialismus betituliert wird. Mit Sozialismus hatte das überhaupt nichts zu tun, sondern mit dem Gegenteil, der verbrecherischen Form einer Staatsgewalt die die Unterjochung und den Ausraub des eigenen und anderer Völker im Dienste von privaten Kapitalvermehrungsinteressen diente. Mit der gleichen Demagogie treten heute neofaschistische Gruppen an: Sie spielen sich als Volksvertreter auf, agieren gegen das nichtdeutsche Kapital und verstreuen ihre Ideologie, die die deutsche Rasse über Andere stellt, Rassenhass und Völkerhass schürt und die an niedere Instinkte und dumpfe Emotionen der Menschheit anknüpfen. Wir brauchen ein gesellschaftliches Klima, in dem es keine Bereitschaft zur Zulassung und Duldung niederer Instinkte gibt, hierbei denke ich vor allem an bestimmte Medien, insbesondere an die Bild-Zeitung der Springerpresse.

    In Kriegs- und Krisenzeiten droht Demokratieabbau. Eine große Koalition von CDU und SPD unter Führung des Alt-Nazi Kurt Georg Kiesinger (stellvertretender Leiter der hitlerischen Auslandspropaganda) als Kanzler, brachte1968, in Reaktion auf die außerparlamentarische Opposition, die Notstandsgesetze ein. Der Bundestag beschloss mit Zweidrittelmehrheit. Es gab großen Protest aus breiten Teilen der Bevölkerung. Kurz vor der Gesetzverabschiedung demonstrierten Zehntausende von Menschen in Bonn gegen die neuen Gesetze, die als nicht hinnehmbare Eingriffsmöglichkeit der Staatsorgane in die Grundrechte abgelehnt wurden. Diese bis heute gültigen Gesetze bedrohen das Versammlungs-, und Streikrecht und heben Grundrechte, wie Meinungsfreiheit, Postgeheimnis im Falle eines Notstandes auf. Die deutsche Geschichte zeigt am Beispiel Weimarer Republik, was passieren kann, wenn demokratische Regeln außer Kraft gesetzt werden: Hitler kam durch die Notverordnung an die Macht.

    Wir haben in den ersten 50 Jahren der Bundesrepublik erlebt, wohin der im kalten Krieg eingebettete Antikommunismus uns führte: Vorverurteilungen, Hetze, Rufmord, Verlust von Beurteilungsfähigkeit, Toleranz und Liberalität, ein unerträgliches gesellschaftliches Klima.

    Ich möchte mich für Verteidigung, Erhalt und Ausbau von Demokratie verwenden. Demokratie ist für mich nicht der jeweilige Zeitpunkt zur Abgabe meiner Wahlstimme um danach zwischenzeitlich den angeblichen Experten das Ruder zu überlassen. Ich orientiere mich an einem Leitbild einer Bürgergesellschaft und Bürgerkommune die von quasi täglicher Mitbestimmung und Mitentscheidung geprägt ist, die nach Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit lebt, die den Schwachen der Gesellschaft Chancengleichheit und soziale Sicherheit gibt und die über ein Regelwerk die Schwachen vor den Starken schützt.
    Unsere derzeitigen technischen Möglichkeiten zu Transparenz, Information und Beteiligung in Politik und Verwaltung müssen hierfür genutzt werden, direkte Demokratie muss ausgebaut und deutlich erleichtert werden.

    „Wir müssen menschliche Grundbedürfnisse sichern, den Lebensstandard aller Menschen verbessern und die Ökosysteme wirkungsvoller schützen und verwalten“, „wir müssen global denken und lokal handeln“, so die Agenda 21, die Ende der 90iger Jahre entstand und die ich als positiv und hilfreich empfinde.
    Die SPD/Grüne Regierung hat im März 2003 etwas dagegen gesetzt, die Agenda 2010. CDU und FDP sind Mitträger und Umsetzer.
    Mit dieser Agenda 2010 wird eine Politik des Sozialabbaus, der Umverteilung von Besitzständen von unten nach oben, des Rückzuges des Staates aus der sozialen Verantwortung, Ausverkauf und Privatisierung staatlichen Besitzes und eine Hetz- und Diffamierungskampagne gegen Arbeitslose betrieben.
    Es ist hilfreich, einmal Bilanz zu ziehen um festzustellen, wo wir mittlerweile hingekommen sind: Im Ahlener-Programm der CDU von 1947 hieß es:
    „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfasssung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert“.

    In unserer Verfassung, dem § 14 GG steht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Ich möchte, dass man die Verfassung ernst nimmt und sich an sie hält.

    Die niederen Instinkte á la „Jeder ist sich selbst am nächsten“ werden zur Gesellschaftsdoktrin erhoben und zur Rechtfertigung von Rückzug aus sozialer Verantwortung genutzt. Mit der Aufforderung zur Übernahme eigener Verantwortung zieht sich der Staat aus Verantwortung und Daseinsfürsorge zurück. Der Mensch wird in unserer Gesellschaft vereinzelt und isoliert, er wird in Trübsinn getrieben und wehrlos gemacht, es wird ihm gesagt, „jeder sei seines Glückes Schmied“. Ich möchte, dass die Werte der französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gepaart mit „Sozial is muss“ wieder zum Zeitgeist werden und zur Regel im solidarischen Zusammenleben von Menschen werden. Ich bin ein Anhänger sozialistischer Gedanken und Ideen. Für mich definieren diese eine Lebensweise, in der das Glück des Einen sich nicht auf dem Unglück des Anderen aufbaut, in der ein solidarisches Miteinander und Füreinander zu Anstand und Moral gehört und individuelle Lebensformen möglich sind.

    Alt ist man bzw. wird man gemacht, so um das 50. Lebensjahr. Man wird nicht mehr gebraucht, man wird diskriminiert. Jüngst hat der europäische Gerichtshof das Hartz-1-Gesetz, welches erlaubte, dass über 52-jährige permanent nur noch mit befristeten Arbeitsverträgen engagiert werden dürfen, für rechtswidrig erklärt. Die Diskriminierung wegen des Alters greift an vielen Stellen, z.B. schrieb man mir nach einer Auftragsanfrage: „Leider können wir Sie bei unserem aktuellen Projekt nicht berücksichtigen, da Sie über weit mehr Erfahrung verfügen, als von unserem Klienten gewünscht“.
    Je älter man wird, wird vielfach signalisiert, dass man ja nun schon ein gewisses Alter erreicht habe, in dem die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollte. Dies ist wirtschaftlich im Sinne der gesellschaftlichen Wertschöpfung von großem Schaden ebenso in der Frage Erfahrungsnutzung in gesellschaftlicher Verantwortung. Die Antwort der neuen Regierung auf diese Problematik heißt: Bei der frühen Ausgliederung aus dem Arbeitsleben bleiben wir und verschieben das Rentenalter auf 67 Jahre. Dies ist eine Maßnahme, die die Altersarmut vergrößert.

    Die Lage der Alten und Pflegebedürftigen ist empörend und extrem menschenunwürdig. Es gibt genug willige Menschen, die eine positive Rolle in der Altenbetreuung wahrnehmen möchten, es fehlt an Mitteln und der Bereitschaft zur Mittelvergabe. Wir brauchen ein Verbot von „Diskriminierung wegen des Alters“ als Grundsatz des gesellschaftlichen Verständnisses und Rechtes.

    Kinder und Jugendliche werden in ihrer Bedeutung für den Fortbestand der Existenz unserer Gesellschaft unterbewertet und missachtet. Eine Gesellschaft, die Schulbesuchverweigerung als Ausdruck persönlicher Freiheit toleriert, Ausbildungssuchende zu einer Praktikantengeneration macht und jugendliche Arbeitslose chancenlos lässt, ist krank.

    Die in diesem Staat betriebene Vereinzelung und Isolierung des Menschen wird zweckorientiert angewandt um organisiertes, solidarisches Bürgerbegehren zu verhindern. Ich werde meine zukünftige Lebenszeit mit dem Engagement für eine andere Politik einsetzen. Dies ist eine Politik der sozialen Gerechtigkeit, des sozialen Fortschritts, des solidarischen Verhaltens, der Kriegsverhinderung und der Unterbindung von Rassen- und Völkerhass.
    Nicht das „kapitalistische Gewinn- und Machtstreben“, die Vermehrungsinteressen von Kapital im Privatbesitz zu Lasten der Gesellschaft sind der Maßstab, sondern der Mensch und sein „Wohlergehen“ in allen Teilen und Schichten der Gesellschaft. Die Wirtschaft muss wieder dem Primat der Politik unterliegen, die Wirtschaft muss dem Menschen dienen.

    Ich bin kein Vertreter von fertigen zukünftigen Gesellschaftsmodellen. Ich lehne
    Theorien ab, die zur Zielsetzung haben, dass eine bestimmte gesellschaftliche Klasse oder Schicht die Macht im Staat ausüben solle. Ich lehne eine Diktatur des Kapitals ab. Ich lehne frühere Theorien von der Notwendigkeit, Gesetzmäßigkeit und Unausweichlichkeit einer Diktatur des Proletariats ab.
    Wir brauchen ein gesellschaftliches Regelwerk, welches den Missbrauch von Eigentum ausschließt und vorgibt, welches die Parameter sind, an denen ein Einsatz von privaten, gemeinnützigen, gestifteten und staatlichen Eigentums gemessen wird und regelt, was erlaubt bzw. verboten ist.
    Die Besten, aus der Breite der Gesellschaft, die sich an dieses Regelwerk halten und es mit Vorschlägen weiterentwickeln, sollen mit der Leitung der Gesellschaft beauftragt werden. Die auf Parteien basierende parlamentarische Demokratie sollte um die Möglichkeit der Mitwirkung von Einzel(Direkt)-Kandidaten ergänzt werden, ohne dass diese gezwungen werden über eine Parteiliste zu kandidieren und sich später an Fraktionsbeschlüsse der Partei halten zu müssen. Es ist in unserem Grundgesetz zu Recht formuliert, dass die Abgeordneten nur ihrem Gewissen verantwortlich sind.

    Ich denke, dass die gesellschaftliche Entwicklung in der Zukunft stark von einer Dynamik geprägt sein wird. Hierbei ist für mich wichtig, dass der dringendste, nächste Entwicklungsmeilenstein darin bestehen sollte, dass aus dem entfesselten Kapitalismus, wie er sich seit 1990 (dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatengemeinschaft) entwickelt hat und sich mit seinen Exzessen in Form von Kriminalität in der Wirtschaft darstellt (Banditenkapitalismus), ein Stop gesetzt wird.
    Ich möchte ein offenes, gesellschaftliches Klima, in dem eine produktive, geistige Auseinandersetzung über die gesellschaftliche Entwicklung möglich ist, in dem behandelt wird und Antworten gefunden werden, wie wir die Gesellschaft anders, sozialer, verantwortungsvoller und solidarischer organisieren und wie wir dies miteinander leben wollen.