
Der Signalkrebs.
Foto:© Michaela Weber / PIXELIO
Der Spiegel unterstellte in seiner aktuellen Ausgabe Oscar Lafontaine und Sarah Wagenknecht, dass sie ein Verhältnis miteinander hätten. Dies war dann der Ausgangspunkt für vielerlei politischer Spekulationen innerhalb und ausserhalb der Linken. Es dokumentiert die Verwerflichkeit und Unglaubwürdigkeit des deutschen Journalismus. Mit Rufmord werden Menschen auf der linken Seite der Gesellschaft fertig gemacht. Ich liege im Uniklinikum-Hamburg in der Blutstammzellentransplantation und fühle mich an den Beginn meiner politischen Aktivität 1968 erinnert. Damals hatte der Springerverlag Rufmord und Hetze gegen die Studenbewegung auf seine Fahne geschrieben. Ein Ergebnis: Rudi Dutschke wurde von dem Polizisten Kurras erschossen. Erst jetzt steht der 81-jährige Täter vor Gericht. Die ganze Progromstimmung, die vom Springerverlag erzeugt wurde, war derart scharf, dass die Wortführer des SDS Angst haben mußten, von einem Bauarbeiter erschlagen zu werden.
Ein Unterschied zu damals stellen heute die Reaktionen aus der Bevölkerung dar, überwiegend jovial (wohlwollend, gnädig, gönnerhaft, kulant, freundlich, entgegenkommend, freundschaftlich, gutgesinnt, leutselig, wohlmeinend, gütig, reizend, sanft, sanftmütig):
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Unterdessen melden sich die Möchtegerngrößen in der Linken zu Wort und Machtanspruch.
Bodo Ramelow meint, es ginge auch ohne Lafontaine und ausserdem sei er ja schon 66 Jahre alt, da muss man sich auf einen Wechsel vorbereiten. Schlichtweg Diffamierung wegen Alters, wo Alte doch soviel beitragen könnten in Gestaltungsfragen. Da kann man Ramelow nur den Rat geben, seine Intelligenz, Weisheit und Erfahrung auszuspielen und sich wieder vor das Opel-Werkstor zu stellen mit einem Schild um den Hals ‘Wir sind Opel’. Für Ramelow zählt anscheinend nur Eins: “Ein Bekenntnis zur Regierungswilligkeit”.
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