Fast jahrelang haben sich aufgeweckte Staatsbürger aus Baden-Württemberg mit dem vom großen Kapital, seinen Interessenvertretern und Lobbyisten in politischen Parteien auseinandergesetzt.
Es fanden sich viele Fachleute aus der Schicht der wissenschaftlich/technischen Intelligenz ein und über umfangreiche Analysen und Enthüllungen kam eine Erkenntnissubstanz zustande, die besagte, dass das Bahnhofsprojekt, einfach ausgedrückt, keinen Nutzen hat und ein weiteres Geldumverteilungsinstrument von Arm nach Reich ist. Die Bewegung hat eine sehr hohe Fachdominanz und deren Träger einen sehr hohen Durchsetzungswillen.
Man beschäftigte sich mit dem vielen Geld, was aus Profitgründen staatlich abgezockt und nutzlos für den Menschen in die Erde verbuddelt werden soll und konstatierte, dass diese Mittel in den Bereichen, wo es aus Geldmangel in der Gesellschaft brennt, im Ernährungswesen, im Gesundheitswesen, im Bildungswesen, im sozialen Bereich, in Gesellschaftsentwicklungsbereichen etc. etc. nutzbringender eingesetzt werden könnte. Es entwickelte sich eine antikapitalistische Stimmung, die selbst von katholischen Geistlichen vorgetragen wurde. Nun, nachdem man sich über die “Volksabstimmung” vorführen lassen hat, ist der Katzenjammer groß:
Was nun? Was tun?
Ungefähr 700 Bürger(und es kamen viele nicht mehr herein wegen Überfüllung) fanden sich am 4. Dezember von 10:00 bis 16:00(bei 45 Min. Mittagspause) im Stuttgarter-Rathaus zu einem “Großen Ratschlag” zusammen.
Es sollte in den knapp 5 Stunden folgende Antworten geben auf Fragestellungen:
Welche Ligitimierung hat die Bewegung noch nach der Volksabstimmung?
Was soll weiter mit den Montagsdemonstrationen passieren?
Was sind die Schwerpunkte für die nächsten Monate?>
und thematische Lösungen in Arbeitsgruppen:
Wie und wo neue Montagsdemonstrationen?
Wie und welche Öffentlichkeitsarbeit?
Wie weiter in Struktur und Organsisation des Widerstandes?(basierend auf der Kritik, dass zuwenige in nichtbekannten Orten zusammen saßen und organisierten)
Soll man die Zukunft kritisch begleiten oder Widerstand leisten?
Wie soll zukünftig(nach Kritik an dem Erlebten) die Information in der Bewegung organisiert werden
Juristische Fragen
Welche zukünftige Aktionen auf den Fildern?
Es kamen Bürger zusammen, die sich überwiegend nicht kannten und nie in einer Kommunikationsbeziehung standen. Es gab alle Probleme mit menschlicher Kommunikation, Organisation und den immer wieder postulierten Anspruch einer Basisdemokratie, der dann doch nicht lief.
Man kann sagen: Die Organisation solch einer Veranstaltung mit derart schwerwiegenden, umfangreichen Themen, mit frisch zusammengekommenen Menschen in einer Discounterzeit zu behandeln, kann nur als eine Abwicklungsprozedur verstanden werden.
Meinungen sind vertreten, dass man eine Bewegung sei und das Parteiendenken hier nicht angebracht sein. Man erwägte, Menschen mit Parteibindung (Grüne/SPD/LINKE) aus der Bewegung auszuschliessen, dass Parteien sich aus der Widerstandsbewegung heraushalten sollen.
Meinungsvertreter machten eine hochpolitische Sache zu einer unpolitischen Angelegenheit, wollen weiterhin die Sache zu einer Glaubensangelegenheit machen etwa so wie “schmeckt die Erbsensuppe besser mit oder ohne Speck?”
Schade, dass die Aktivisten nicht erkennen, wie hochbrisant politisch sie agieren und dass man dafür eine Organisation benötigt, die handlungs- und schlagkräftig wirken kann.
Warum nicht eine politische Partei draus machen?
Die Volksabstimmung hat gezeigt, dass 1,5 Millionen Menschen in Baden-Württemberg hinter ihr stehen.
Und weiter: Wenn man schon antikapitalistische Erkenntnisse hat, warum nur auf dem Aufschlagspunkt S21 bleiben?
Immer wieder wurde in Beiträgen die Notwendigkeit der Verbreiterung der Bewegung thematisch und organisatorisch(von Stuttgart auch in die Landesteile) genannt.
Es brennt überall in der Gesellschaft, ob es die Ärzte/Krankenversorgung, die Lebensmittelversorgung, die Wohnsituation, die Arbeitslosigkeit, die Altersarmut, die Bildungssituation etc. etc. ist. Den Menschen in der Protestbewegung ist der Zusammenhang bekannt, warum die Beschränkung auf den Bahnhof?





















































































































































